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Antworten auf die Petition - Kopenhagen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Oliver   
Mittwoch, 02. Dezember 2009 um 22:45 Uhr

 

Mag.a Christiane Brunner - Abgeordnete zum Nationalrat

Rudi Anschober  - Landesrat

Dr. Richard Seeber - Mitglied des Europäischen Parlaments

Petra Bayr - Abgeordnete zum Nationalrat

Ing. Norbert Hofer  - Abgeordneter zum Nationalrat

Dr. Eva Lichtenberger - Mitglied des Europäischen Parlaments

Karin Kadenbach - Mitglied des Europäischen Parlaments

Mag.a Ulli Sima - Umweltstadträtin in Wien

Mag.a Ulrike Lunacek - Abg. zum Europäischen Parlament

 

 
 

 

 

 

Atomenergie raus aus dem Klimaschutz!

Liebe(r) UnterzeichnerIn,

Danke für Ihren wichtigen Einsatz gegen Atomenergie im Klimaschutz, den ich vollstens unterstütze.

Die Klimakonferenz von Kopenhagen bietet der Staatengemeinschaft die entscheidende Chance, den Klimawandel endlich wirksam zu bekämpfen. Andererseits bergen die Verhandlungen allerdings auch die Gefahr, dass die Kernenergie unter dem Deckmantel des Klimaschutzes wieder Aufwind erhält.

Als ich im Oktober den Vorsitz des Umweltausschusses im Parlament übernommen habe, habe ich deshalb als erste Maßnahme in meiner neuen Funktion ein Zeichen gegen genau diese Gefahr gesetzt und einen 5-Parteien-Antrag initiert, der fordert 'Atomenergie darf keine Klimaschutzmaßnahme sein" (http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/A/A_00837/fname_170392.pdf).

In diesem Antrag, der am 18. November im Plenum angenommen wurde, wird die Bundesregierung aufgefordert, sich in Kopenhagen dafür einzusetzen, dass Kernenergie auch in einem Kyoto-Nachfolge-Regime nicht als Lösungsstrategie zur Treibhausgasvermeidung anerkannt wird. Explizit soll

  • im Rahmen von flexiblen Mechanismen (JI und CDM),
  • in sektoralen Zielen,
  • beim Handel mit Emissionszertifikaten (Österreich kauft Emissionszertifikate unter anderem aus Tschechien und das bedeutet ja letztlich nichts anderes als indirekt Atomkraft zu fördern. Da werden wir nachhaken und weiter dran bleiben!)
  • beim Zukauf von Verschmutzungsrechten aus dem Ausland (Assigned Amount Units),
  • und bei der Förderung aus dem Mitigations- und Adaptionstopf für Entwicklungsländer


auf Kernenergie verzichtet werden.

Auf diese Position haben wir die Bundesregierung festgelegt. Jetzt liegt es an Herrn Faymann und Herrn Berlakovich dafür in den Verhandlungen auch konsequent einzustehen. Ich selbst werde in Kopenhagen jedenfalls genauestens darauf achten (und darüber auch live auf meinem blog www.christiane-brunner.com berichten!
 
Danke für Ihr Engagement!
Mit den besten Grüßen,

Christiane Brunner
 
***********************************************************
Mag.a Christiane Brunner
Abgeordnete z. Nationalrat
Umwelt- Energie- und Tierschutzsprecherin
Obfrau des parlamentarischen Umweltausschusses

Grüner Klub im Parlament
Löwelstraße 12
1017 Wien

Tel.: +43 1 40110 6303
Fax:  +43 1 40110 6882

christiane-brunner.com
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Sehr geehrte Damen und Herren!

Bereits seit längerer Zeit beobachte ich mit großer Sorge die Bemühungen der Atomkraftlobby, den drohenden Klimawandel dafür zu nutzen, Atomkraft als sauberen Strom und CO2-neutral darzustellen. Völlig außer Acht gelassen wird dabei nicht nur die Tatsache, dass zum Uranabbau nicht nur fossile Energien benötigt, sondern man auch aufbereiten muss, wobei nicht nur der CO2-Ausstoß enorm ist, sondern auch andere radioaktive Substanzen anfallen. Von den Auswirkungen eines Atomunfalles ähnlich wie in Tschernobyl möchte ich gar nicht sprechen.

Ich kann Ihnen daher nur versprechen, dass ich mich in Kopenhagen selbstverständlich gegen eine Anerkennung der Atomkraft als Klimaschutzmaßnahme aussprechen werde, da Investitionen in Atomenergie die längst überfälligen Investitionen in die erneuerbaren Energieträger verhindern.

Ich hoffe, dass Ihre Petition dazu beiträgt, dass sich die teilnehmenden PolitikerInnen sehr deutlich vor Augen führen, dass die Atomenergie nicht nur neue energiepolitische Abhängigkeiten von uranabbauenden Ländern bedeutet, sondern Atomkraft entgegen anderslautenden Meldungen der Atomkraftlobby keineswegs CO2-frei ist und die Frage der Endlagerung von Atommüll nach wie vor völlig ungeklärt ist.


Mit freundlichen Grüßen

Landesrat
Rudi Anschober
Büro Landesrat Rudi Anschober
Promenade 37
4021 Linz
Tel: 0732/7720-12070
Fax: 0732/7720-12099
E-Mail: lr.anschober[at]ooe.gv.at

 

 

Herzlichen Dank für Ihr Schreiben.

Im Namen des ÖVP-Europaklubs darf ich auf Ihre Anregungen näher eingehen.
Die anstehenden Verhandlungen im Rahmen der UN-Klimakonferenz bieten global gesehen eine gute Chance, ein Nachfolge-Protokoll für Kyoto zu erwirken und damit die vom Menschen verursachten Emissionen zu reduzieren.

Insgesamt erachte ich weltweite Abkommen zur Bekämpfung des Klimawandels auch im Lichte der immer knapper werdenden Ressourcen und Rohstoffe für sehr wichtig. Der Umbau hin zu einer energieeffizienten Gesellschaft ist ein Schritt, den wir alle gemeinsam gehen müssen.

In der Bandbreite der CO2-freien Energien halte ich persönlich die Atomkraft ebenfalls für keine echte Lösung der Problematik, da diese Technologie viele  Nachteile birgt. Zum einen, wie auch von Ihnen angesprochen, stellt sich die Frage nach der Entsorgung und Endlagerung des radioaktiven Abfalls. Zum anderen schädigen die Kühlsysteme das aquatische Umfeld der Flüsse, die zur Kühlung verwendet werden. In Regionen, die durch den Klimawandel verstärkt von Wasserknappheit betroffen sein werden, ist die Kühlung durch Flusswasser ohnehin ein risikoreiches Unterfangen.

Ich habe mich in meiner beruflichen Tätigkeit auch in der letzten Legislaturperiode immer kritisch zum Ausbau der Kernkraft in Europa geäußert, was sich auch in meinem Abstimmungsverhalten niederschlägt.

Auch bei der anstehenden Abstimmung zur Parlamentsresolution zur UN-Klimakonferenz, werde ich dem Hinweis auf die Kernenergie nicht zustimmen.

Ich hoffe, diese Informationen sind Ihnen dienlich.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Richard Seeber
Mitglied des Europäischen Parlaments


 

Abgeordnete Petra Bayr als SPÖ Umweltsprecherin und die SozialdemokratInnen lehnen Atomkraft überhaupt und speziell als Klimaschutzmaßnahme strikt ab!

Auf EU-Ebene wird von österreichischer Seite diese Position ebenso vertreten.


Mit freundlichen Grüßen,
Gabriele Boleloucky-Bolen
 
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Mag.a Gabriele Boleloucky-Bolen
 
Parlamentarische Mitarbeiterin der Nationalratsabgeordneten Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ Behindertensprecherin
 
Tel.: +43 1 40110 3685
 
www.petrabayr.at
www.ulrike.spoe.at
www.stopFGM.net
 

A-1017 Wien - Parlament

 

Zur Info:

OTS280 5 II 0211 SPK0021                                  18.Nov 09

Bayr: Österreich muss an seinem strikten Anti-Atomenergie-Kurs festhalten

Wien (OTS/SK) - "Ich bin froh, dass durch den heutigen Fünf-Parteien-Antrag klargestellt wird, dass Atomenergie keine Klimaschutzmaßnahme sein kann. Wir wissen alle über die Problematik der Unsicherheit und Endlagerung Bescheid. Es ist mir aber auch wichtig, dass wir uns nicht nur dafür einsetzen, dass sich Österreich bei den Verhandlungen in Kopenhagen dafür einsetzt, dass Atomenergie in Sachen Klimaschutz keine Rolle spielen darf, sondern dass wir weiterhin einen strikten Anti-Atom-Energiekurs verfolgen, obwohl wir unter den entwickelten Nationen dabei eine Minderheit sind", so die SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und globale Entwicklung, Petra Bayr, am Mittwoch im Nationalrat. ****

"Wenn es nach Kopenhagen der Fall ist, dass Atomkraft eine Rolle spielen sollte, werden wir einen zweiten Antrag einbringen. Österreich wird sich an internationalen Atomkraftprojekten nicht beteiligen und so Atomkraft auch nicht im Ausland nutzen", so Bayr. Abschließend erteilte die Umweltsprecherin dem Antrag der Abgeordneten Christiane Brunner von den Grünen eine klare Absage, denn es könne nicht von heute auf morgen eine Forderung der Treibhausgasreduktionen von 20 auf 40 durchgesetzt werden.
"Ich finde es nicht in Ordnung, wenn vermittelt wird, dass wir das machen, im Wissen, dass es nicht durchsetzbar ist", so Bayr. 

 

 

Das mache ich sehr gerne - auch heute wieder, im Parlament.

Beste Grüße

Norbert Hofer

 

 

Das werde ich gerne tun! Ich werde als einzige Österreicherin aus dem EP in Kopenhagen dabei sein, und Ihr Anliegen ist auch meines!
mit freundlichen Grüßen
Eva Lichtenberger

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Im Namen der SPÖ-Delegation des Europäischen Parlaments bedanke ich mich für Ihre Nachricht.

Wir stimmen Ihnen nachdrücklich zu, dass die Kernenergie weder eine nachhaltige Form der Energieversorgung noch eine tragfähige Option zur Bekämpfung des Klimawandels darstellt.
Atomkraft ist und bleibt gefährlich, denn die Entsorgung des Atommülls ist nach wie vor ungeklärt. Die SPÖ verfolgt eine konsequente Anti-Atomlinie, auch in Europa. Wir müssen unsere NachbarInnen in Europa überzeugen und mit ihnen gemeinsam in neue Energieformen investieren.

Unsere Überzeugung impliziert auch das Eintreten gegen jede Art der Förderung der Kernenergienutzung sowie gegen den Bau neuer Kernkraftwerke generell.
Oberste Maxime ist der optimale Schutz der österreichischen Bevölkerung und der Umwelt. Die SPÖ-EU- Delegation lehnt eine Anerkennung der Atomkraft als Klimaschutzmaßnahme und als Mittel zur Regulierung der Treibhausgas-Emissionen explizit ab.

Aus diesem Grund werden die österreichischen EU-Abgeordneten sich dafür stark machen, dass Atomenergie nicht als Alternativenergie in das Kopenhagener Klimaschutzabkommen aufgenommen wird.

Wir bedanken uns für Ihre Anregungen.

Mit freundlichen Grüssen
Karin KADENBACH
Mitglied des Europäischen Parlaments

Industriestraße 6
A-2100 Korneuburg

Europäisches Parlament
ASP 15G258
60, rue Wiertz/ Wiertzstraat 60
B-1047 Bruxelles/Brussel
Tel.: 0032 2 28 45475

Europäisches Parlament
LOW T06089
1, Ave. du Président Robert Schuman
F-67070 Strasbourg Cedex
Tel.: 0033 3 00 2 75475

karin.kadenbach[at]europarl.europa.eu

 

 

Schreiben von Mag. Ulli Sima als PDF-Dokument

 

 

Atomenergie raus aus dem Klimaschutz!

Liebe/r UnterzeichnerIn,

Danke für Ihren wichtigen Einsatz gegen Atomenergie im Klimaschutz, den ich vollstens unterstütze.

Die Klimakonferenz von Kopenhagen bietet der Staatengemeinschaft die entscheidende Chance, den Klimawandel endlich wirksam zu bekämpfen. Andererseits bergen die Verhandlungen allerdings auch die Gefahr, dass die Kernenergie unter dem Deckmantel des Klimaschutzes wieder Aufwind erhält.

Die Grünen Österreichs und Europas setzen sich seit jeher gegen Atomkraft ein. Die österreichischen Grünen haben einen 5-Parteien-Antrag initiert, der fordert 'Atomenergie darf keine Klimaschutzmaßnahme sein" (http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/A/A_00837/fname_170392.pdf).

In dem Antrag meiner Kollegin, Christiane Brunner, der am 18. November 2009 im Plenum angenommen wurde, wird die Bundesregierung aufgefordert, sich in Kopenhagen dafür einzusetzen, dass Kernenergie auch in einem Kyoto-Nachfolge-Regime nicht als Lösungsstrategie zur Treibhausgasvermeidung anerkannt wird. Explizit soll

  • im Rahmen von flexiblen Mechanismen (JI und CDM),
  • in sektoralen Zielen,
  • beim Handel mit Emissionszertifikaten,
  • beim Zukauf von Verschmutzungsrechten aus dem Ausland (Assigned Amount Units),
  • und bei der Förderung aus dem Mitigations- und Adaptionstopf für Entwicklungsländer

auf Kernenergie verzichtet werden.

Auf diese Position haben wir die Bundesregierung festgelegt. Jetzt liegt es an Herrn Faymann und Herrn Berlakovich dafür in den Verhandlungen auch konsequent einzustehen.

Mit den besten Grüßen,

Ulrike Lunacek


Mag.a Ulrike Lunacek
Abg. zum Europäischen Parlament
Sprecherin des Grünen Klubs im Parlament
für Europapolitik sowie für Gleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGenders
ulrike.lunacek[at]europarl.europa.eu
www.gruene.at
 
A-1017 Wien – Parlament
Tel. +43 1 401 10-6716
Fax +43 1 401 10-6675

 

 

Kommentare (1)

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Diese Antworten stehen im krassen Gegensatz zu dem, was man in Frankreich vom Großteil der Politiker hört!
Guten Tag,
ich bin Deutsche und lebe seit einigen Jahren in Frankreich. Einerseits tut es gut, zu sehen, dass es in Österreich parteiübergreifend die Überzeugung gibt, dass die Atomkraft AUF KEINEN FALL eine Lösung für das Klimaproblem darstellen kann. Aber hier in FRANKREICH sieht die öffentliche Meinung und v.a. die der regierenden Politiker GANZ ANDERS aus! Wir bräuchten DRINGEND mehr Zusammenarbeit auf europäischer Ebene, und mehr "Einmischung" der einen bei den anderen. Viele Franzosen hören einfach blind auf das, was ihnen in den meisten Medien vermittelt wird, nämlich dass Atomkraft die "beste" Energiequelle für Frankreich ist...... Wenn nun aber die Franzosen von SEHR VIELEN MENSCHEN aus VIELEN europäischen Ländern hören, wie es wirklich ist (z.b. dass und inwiefern die Atomkraft NICHT umweltschonend ist!), ändert sich vielleicht bald ihre unkritische Einstellung, und sie bemerken endlich, dass man sie AN DER NASE HERUMFÜHRT! Bitte mobilisieren Sie sich dafür! Frankreich ist schließlich ein großes europäisches Land und hat in Europa viel politischen Einfluss... nur was die Atomenergie angeht, eben den falschen! DANKE FÜR IHRE MOBILISIERUNG! Mit freundlichen Grüßen
Eva Stegmaier , Dezember 07, 2009

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