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Mag.a Christiane Brunner - Abgeordnete zum Nationalrat Rudi Anschober - Landesrat Dr. Richard Seeber - Mitglied des Europäischen Parlaments Petra Bayr - Abgeordnete zum Nationalrat Ing. Norbert Hofer - Abgeordneter zum Nationalrat Dr. Eva Lichtenberger - Mitglied des Europäischen Parlaments Karin Kadenbach - Mitglied des Europäischen Parlaments Mag.a Ulli Sima - Umweltstadträtin in Wien Mag.a Ulrike Lunacek - Abg. zum Europäischen Parlament  Atomenergie raus aus dem Klimaschutz!
Liebe(r) UnterzeichnerIn,
Danke für Ihren wichtigen Einsatz gegen Atomenergie im Klimaschutz, den ich vollstens unterstütze.
Die Klimakonferenz von Kopenhagen bietet der Staatengemeinschaft die entscheidende Chance, den Klimawandel endlich wirksam zu bekämpfen. Andererseits bergen die Verhandlungen allerdings auch die Gefahr, dass die Kernenergie unter dem Deckmantel des Klimaschutzes wieder Aufwind erhält.
Als ich im Oktober den Vorsitz des Umweltausschusses im Parlament übernommen habe, habe ich deshalb als erste Maßnahme in meiner neuen Funktion ein Zeichen gegen genau diese Gefahr gesetzt und einen 5-Parteien-Antrag initiert, der fordert 'Atomenergie darf keine Klimaschutzmaßnahme sein" (http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/A/A_00837/fname_170392.pdf).
In diesem Antrag, der am 18. November im Plenum angenommen wurde, wird die Bundesregierung aufgefordert, sich in Kopenhagen dafür einzusetzen, dass Kernenergie auch in einem Kyoto-Nachfolge-Regime nicht als Lösungsstrategie zur Treibhausgasvermeidung anerkannt wird. Explizit soll - im Rahmen von flexiblen Mechanismen (JI und CDM),
- in sektoralen Zielen,
- beim Handel mit Emissionszertifikaten (Österreich kauft Emissionszertifikate unter anderem aus Tschechien und das bedeutet ja letztlich nichts anderes als indirekt Atomkraft zu fördern. Da werden wir nachhaken und weiter dran bleiben!)
- beim Zukauf von Verschmutzungsrechten aus dem Ausland (Assigned Amount Units),
- und bei der Förderung aus dem Mitigations- und Adaptionstopf für Entwicklungsländer
auf Kernenergie verzichtet werden.
Auf diese Position haben wir die Bundesregierung festgelegt. Jetzt liegt es an Herrn Faymann und Herrn Berlakovich dafür in den Verhandlungen auch konsequent einzustehen. Ich selbst werde in Kopenhagen jedenfalls genauestens darauf achten (und darüber auch live auf meinem blog www.christiane-brunner.com berichten! Danke für Ihr Engagement! Mit den besten Grüßen,
Christiane Brunner *********************************************************** Mag.a Christiane Brunner Abgeordnete z. Nationalrat Umwelt- Energie- und Tierschutzsprecherin Obfrau des parlamentarischen Umweltausschusses
Grüner Klub im Parlament Löwelstraße 12 1017 Wien
Tel.: +43 1 40110 6303 Fax: +43 1 40110 6882
christiane-brunner.com ***********************************************************

Sehr geehrte Damen und Herren!
Bereits seit längerer Zeit beobachte ich mit großer Sorge die Bemühungen der Atomkraftlobby, den drohenden Klimawandel dafür zu nutzen, Atomkraft als sauberen Strom und CO2-neutral darzustellen. Völlig außer Acht gelassen wird dabei nicht nur die Tatsache, dass zum Uranabbau nicht nur fossile Energien benötigt, sondern man auch aufbereiten muss, wobei nicht nur der CO2-Ausstoß enorm ist, sondern auch andere radioaktive Substanzen anfallen. Von den Auswirkungen eines Atomunfalles ähnlich wie in Tschernobyl möchte ich gar nicht sprechen.
Ich kann Ihnen daher nur versprechen, dass ich mich in Kopenhagen selbstverständlich gegen eine Anerkennung der Atomkraft als Klimaschutzmaßnahme aussprechen werde, da Investitionen in Atomenergie die längst überfälligen Investitionen in die erneuerbaren Energieträger verhindern.
Ich hoffe, dass Ihre Petition dazu beiträgt, dass sich die teilnehmenden PolitikerInnen sehr deutlich vor Augen führen, dass die Atomenergie nicht nur neue energiepolitische Abhängigkeiten von uranabbauenden Ländern bedeutet, sondern Atomkraft entgegen anderslautenden Meldungen der Atomkraftlobby keineswegs CO2-frei ist und die Frage der Endlagerung von Atommüll nach wie vor völlig ungeklärt ist.
Mit freundlichen Grüßen
Landesrat Rudi Anschober Büro Landesrat Rudi Anschober Promenade 37 4021 Linz Tel: 0732/7720-12070 Fax: 0732/7720-12099 E-Mail: lr.anschober[at]ooe.gv.at  Herzlichen Dank für Ihr Schreiben. Im Namen des ÖVP-Europaklubs darf ich auf Ihre Anregungen näher eingehen. Die anstehenden Verhandlungen im Rahmen der UN-Klimakonferenz bieten global gesehen eine gute Chance, ein Nachfolge-Protokoll für Kyoto zu erwirken und damit die vom Menschen verursachten Emissionen zu reduzieren.
Insgesamt erachte ich weltweite Abkommen zur Bekämpfung des Klimawandels auch im Lichte der immer knapper werdenden Ressourcen und Rohstoffe für sehr wichtig. Der Umbau hin zu einer energieeffizienten Gesellschaft ist ein Schritt, den wir alle gemeinsam gehen müssen.
In der Bandbreite der CO2-freien Energien halte ich persönlich die Atomkraft ebenfalls für keine echte Lösung der Problematik, da diese Technologie viele Nachteile birgt. Zum einen, wie auch von Ihnen angesprochen, stellt sich die Frage nach der Entsorgung und Endlagerung des radioaktiven Abfalls. Zum anderen schädigen die Kühlsysteme das aquatische Umfeld der Flüsse, die zur Kühlung verwendet werden. In Regionen, die durch den Klimawandel verstärkt von Wasserknappheit betroffen sein werden, ist die Kühlung durch Flusswasser ohnehin ein risikoreiches Unterfangen.
Ich habe mich in meiner beruflichen Tätigkeit auch in der letzten Legislaturperiode immer kritisch zum Ausbau der Kernkraft in Europa geäußert, was sich auch in meinem Abstimmungsverhalten niederschlägt.
Auch bei der anstehenden Abstimmung zur Parlamentsresolution zur UN-Klimakonferenz, werde ich dem Hinweis auf die Kernenergie nicht zustimmen.
Ich hoffe, diese Informationen sind Ihnen dienlich.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Richard Seeber Mitglied des Europäischen Parlaments
 Abgeordnete Petra Bayr als SPÖ Umweltsprecherin und die SozialdemokratInnen lehnen Atomkraft überhaupt und speziell als Klimaschutzmaßnahme strikt ab! Auf EU-Ebene wird von österreichischer Seite diese Position ebenso vertreten.
Mit freundlichen Grüßen, Gabriele Boleloucky-Bolen *************************************** Mag.a Gabriele Boleloucky-Bolen Parlamentarische Mitarbeiterin der Nationalratsabgeordneten Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ Behindertensprecherin Tel.: +43 1 40110 3685 www.petrabayr.at www.ulrike.spoe.at www.stopFGM.net
A-1017 Wien - Parlament Zur Info:
OTS280 5 II 0211 SPK0021 18.Nov 09
Bayr: Österreich muss an seinem strikten Anti-Atomenergie-Kurs festhalten Wien (OTS/SK) - "Ich bin froh, dass durch den heutigen Fünf-Parteien-Antrag klargestellt wird, dass Atomenergie keine Klimaschutzmaßnahme sein kann. Wir wissen alle über die Problematik der Unsicherheit und Endlagerung Bescheid. Es ist mir aber auch wichtig, dass wir uns nicht nur dafür einsetzen, dass sich Österreich bei den Verhandlungen in Kopenhagen dafür einsetzt, dass Atomenergie in Sachen Klimaschutz keine Rolle spielen darf, sondern dass wir weiterhin einen strikten Anti-Atom-Energiekurs verfolgen, obwohl wir unter den entwickelten Nationen dabei eine Minderheit sind", so die SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und globale Entwicklung, Petra Bayr, am Mittwoch im Nationalrat. ****
"Wenn es nach Kopenhagen der Fall ist, dass Atomkraft eine Rolle spielen sollte, werden wir einen zweiten Antrag einbringen. Österreich wird sich an internationalen Atomkraftprojekten nicht beteiligen und so Atomkraft auch nicht im Ausland nutzen", so Bayr. Abschließend erteilte die Umweltsprecherin dem Antrag der Abgeordneten Christiane Brunner von den Grünen eine klare Absage, denn es könne nicht von heute auf morgen eine Forderung der Treibhausgasreduktionen von 20 auf 40 durchgesetzt werden. "Ich finde es nicht in Ordnung, wenn vermittelt wird, dass wir das machen, im Wissen, dass es nicht durchsetzbar ist", so Bayr.  Das mache ich sehr gerne - auch heute wieder, im Parlament.
Beste Grüße
Norbert Hofer Das werde ich gerne tun! Ich werde als einzige Österreicherin aus dem EP in Kopenhagen dabei sein, und Ihr Anliegen ist auch meines! mit freundlichen Grüßen Eva Lichtenberger  Sehr geehrte Damen und Herren, Im Namen der SPÖ-Delegation des Europäischen Parlaments bedanke ich mich für Ihre Nachricht.
Wir stimmen Ihnen nachdrücklich zu, dass die Kernenergie weder eine nachhaltige Form der Energieversorgung noch eine tragfähige Option zur Bekämpfung des Klimawandels darstellt. Atomkraft ist und bleibt gefährlich, denn die Entsorgung des Atommülls ist nach wie vor ungeklärt. Die SPÖ verfolgt eine konsequente Anti-Atomlinie, auch in Europa. Wir müssen unsere NachbarInnen in Europa überzeugen und mit ihnen gemeinsam in neue Energieformen investieren.
Unsere Überzeugung impliziert auch das Eintreten gegen jede Art der Förderung der Kernenergienutzung sowie gegen den Bau neuer Kernkraftwerke generell. Oberste Maxime ist der optimale Schutz der österreichischen Bevölkerung und der Umwelt. Die SPÖ-EU- Delegation lehnt eine Anerkennung der Atomkraft als Klimaschutzmaßnahme und als Mittel zur Regulierung der Treibhausgas-Emissionen explizit ab.
Aus diesem Grund werden die österreichischen EU-Abgeordneten sich dafür stark machen, dass Atomenergie nicht als Alternativenergie in das Kopenhagener Klimaschutzabkommen aufgenommen wird.
Wir bedanken uns für Ihre Anregungen.
Mit freundlichen Grüssen Karin KADENBACH Mitglied des Europäischen Parlaments
Industriestraße 6 A-2100 Korneuburg
Europäisches Parlament ASP 15G258 60, rue Wiertz/ Wiertzstraat 60 B-1047 Bruxelles/Brussel Tel.: 0032 2 28 45475
Europäisches Parlament LOW T06089 1, Ave. du Président Robert Schuman F-67070 Strasbourg Cedex Tel.: 0033 3 00 2 75475
karin.kadenbach[at]europarl.europa.eu  Schreiben von Mag. Ulli Sima als PDF-Dokument  Atomenergie raus aus dem Klimaschutz!
Liebe/r UnterzeichnerIn,
Danke für Ihren wichtigen Einsatz gegen Atomenergie im Klimaschutz, den ich vollstens unterstütze.
Die Klimakonferenz von Kopenhagen bietet der Staatengemeinschaft die entscheidende Chance, den Klimawandel endlich wirksam zu bekämpfen. Andererseits bergen die Verhandlungen allerdings auch die Gefahr, dass die Kernenergie unter dem Deckmantel des Klimaschutzes wieder Aufwind erhält.
Die Grünen Österreichs und Europas setzen sich seit jeher gegen Atomkraft ein. Die österreichischen Grünen haben einen 5-Parteien-Antrag initiert, der fordert 'Atomenergie darf keine Klimaschutzmaßnahme sein" (http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/A/A_00837/fname_170392.pdf).
In dem Antrag meiner Kollegin, Christiane Brunner, der am 18. November 2009 im Plenum angenommen wurde, wird die Bundesregierung aufgefordert, sich in Kopenhagen dafür einzusetzen, dass Kernenergie auch in einem Kyoto-Nachfolge-Regime nicht als Lösungsstrategie zur Treibhausgasvermeidung anerkannt wird. Explizit soll - im Rahmen von flexiblen Mechanismen (JI und CDM),
- in sektoralen Zielen,
- beim Handel mit Emissionszertifikaten,
- beim Zukauf von Verschmutzungsrechten aus dem Ausland (Assigned Amount Units),
- und bei der Förderung aus dem Mitigations- und Adaptionstopf für Entwicklungsländer
auf Kernenergie verzichtet werden.
Auf diese Position haben wir die Bundesregierung festgelegt. Jetzt liegt es an Herrn Faymann und Herrn Berlakovich dafür in den Verhandlungen auch konsequent einzustehen.
Mit den besten Grüßen,
Ulrike Lunacek
Mag.a Ulrike Lunacek Abg. zum Europäischen Parlament Sprecherin des Grünen Klubs im Parlament für Europapolitik sowie für Gleichstellung von Lesben, Schwulen und TransGenders ulrike.lunacek[at]europarl.europa.eu www.gruene.at A-1017 Wien – Parlament Tel. +43 1 401 10-6716 Fax +43 1 401 10-6675
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