PA: EU-Nuklearforum in Prag verkommt zur Werbeveranstaltung für staatliche tschechisch-slowakische Atomindustrie
Geschrieben von: Samira
Freitag, 29. Mai 2009 um 09:53 Uhr
PRESSEMITTEILUNG
Ttl.: EU-Nuklearforum in Prag verkommt zur Werbeveranstaltung für staatliche tschechisch-slowakische Atomindustrie.
Utl.: Im Rahmen des Anti-Nuclear European Forum (ANEF) in Linz sollen die vertuschten negativen Aspekte der Atomkraft offen diskutiert werden.
Linz/Prag, 29. Mai 2009. Im Rahmen der vierten Sitzung des EU-Nuklearenergieforums (ENEF) soll zum Auftakt in Anwesenheit der Premierminister Tschechiens und der Slowakei feierlich ein Vertrag zur Errichtung eines neuen AKW-Blocks am Standort Bohunice unterzeichnet werden. Das Forum, in dessen Rahmen auch kritische Aspekte der Kernenergienutzung diskutiert werden sollten, verkommt damit endgültig zum Propagandainstrument der tschechisch-slowakischen Atomindustrie. Das Schweigen der EU-Vertreter, allen voran Energiekommissar Piebalgs, zu diesem eklatanten Missbrauch einer offiziellen EU-Einrichtung, bringt auch die EU-Kommission in ein schiefes Licht. „Eine seriöse Diskussion der weit überwiegenden negativen Aspekte der Atomkraft ist in diesem Forum nicht mehr möglich und muss daher im Rahmen eines eigenen Diskussionsforums erfolgen“, erklärt Radko Pavlovec, Anti-Atom-Beauftragter des Landes Oberösterreich. „Aus diesem Grund wurde zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem ! NGO-Bereich beschlossen, das Anti-Nuclear European Forum (ANEF) zu gründen“.